News


Aktuelles:

Zurück
13.02.17

Vorteile maßgeschneiderter Knie- und Hüftprothesen

EndoProthetikZentrum Püttlingen stellt schonende Therapiemöglichkeiten vor 
 
Im Rahmen der Vortragsreihe informiert die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Krankenhaus Püttlingen am 23. Februar 2017, um 18 Uhr, über die Vorteile maßgeschneiderter Knie- und Hüftprothesen. Dank einer speziellen OP-Technik erfolgt der Einbau der Prothesen ohne Sehnen und Muskeln zu durchtrennen. Seit vielen Jahren werden in der Püttlinger Orthopädie auch bei Patienten im hohen Alter - sofern medizinisch notwendig - Prothesenwechsel vorgenommen. Moderne Operationsverfahren sorgen dabei für einen schonenden Wechsel. Diese neue Vorgehensweise praktizieren nur einige endoprothetische Zentren in Deutschland. 
 
Die Püttlinger Orthopädie zählt bundesweit zu einem der großen endoprothetischen Zentren. Der Einbau, wie auch der Wechsel der neuen Prothesen erfolgt minimal-invasiv: Dabei bahnt sich der Operateur den Weg zum Gelenk bzw. zum Gelenkersatz durch anatomisch vorgegebene Muskellücken. Die Patienten verlieren dadurch weniger Blut und haben nach dem Eingriff deutlich weniger Schmerzen. Da weder Sehnen noch Muskeln abgelöst und wieder angenäht werden müssen, können die Patienten ihr neues Gelenk sofort voll belasten: Ein wesentlicher Vorteil gegenüber herkömmlichen Standardverfahren.
 
Vorteile der minimal-invasiven OP-Technik 
„Mit der in unserer Klinik implantierten Titan-Hüftschaftprothese ist es uns möglich, aufgrund der Vielzahl von angebotenen Schaftvarianten, die individuelle Anatomie des Patienten noch exakter als bisher wieder herzustellen“, erklärt der Chefarzt und Leiter des Endoprothetikzentrums PD Dr. Thomas Siebel und ergänzt: „In letzter Konsequenz ist durch den gewebeschonenden Einbau ein Neuerlernen des Laufens, was die Reflexverschaltung der Muskulatur anbelangt, nicht mehr nötig, da die Winkelverhältnisse und damit die Bewegung des Gelenkes praktisch identisch bleiben.“ Das kommt besonders den Menschen im hohen Alter zugute. 
 
Ähnliche Verfahren wie bei der Hüftendoprothese gibt es auch bei den Knieprothesen: Vorteile für den Patienten sind der präzise Einbau sowie eine wesentliche Reduktion des Fremdkörpergefühls. Die Betroffenen können bereits nach wenigen Tagen wieder laufen. „Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass durch die Implantation der neuen Endoprothesen das beachtliche Niveau noch gesteigert werden konnte“, so Dr. Siebel. „Je genauer die ursprünglichen anatomischen Verhältnisse durch das Implantat rekonstruiert werden, desto besser ist in der Regel auch das Ergebnis für den Patienten“. Auch beim Gelenkersatz trifft die Alltagsweisheit zu: „Was besser passt, funktioniert in der Regel auch besser.“ So auch die nach Maß angefertigte Knieprothese, die Wirklichkeit geworden ist. Mit Hilfe detaillierter CT-Aufnahmen wird jede Prothese exakt der patientenspezifischen, anatomischen Oberflächengeometrie nachgebaut. Die Kreuzbänder bleiben erhalten, was die Rehabilitation verkürzt. Die Betroffenen können bereits am 1. Tag nach der Operation das Bein wieder belasten.
 
Schonender Prothesenwechsel in jedem Alter 
Ein Vorteil der neuen Hüftprothesen besteht darin, dass anders als bei herkömmlichen Schaftprothesen weniger Knochen vom Oberschenkel geopfert werden muss – was für eventuell spätere Wechseloperationen von großem Vorteil ist. Gerade der Abrieb der Hüftprothesen führt dazu, dass Knochenzellen absterben, das Implantat im Knochenlager locker wird und dann ein Austausch notwendig ist. In der Püttlinger Orthopädie wird grundsätzlich eine modifizierte Delta-Keramik-Variante für den Einbau des Hüftgelenks verwendet, die man theoretisch mit dem Hammer bearbeiten kann, ohne dass das Implantat splittert. „Die Keramik / Keramik – Variante ist die verschleißärmste“, erläutert Dr. Siebel. Gerade für Sportler ist diese Variante von großem Vorteil, da sie extremen Belastungen Stand hält.